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Weinviertler Wildkräuterbuch

Weinviertler Wildkräuterbuch FrontNach Kochbüchern könnt' man süchtig werden. Die Verlage überraschen uns laufend mit immer ausgefeilteren Werken, mit immer exotischeren Gerichten und mit kaum noch zu überbietenden Produktfotos. Toll für das Bücherregal, aber sind die zahlreichen Werke auch praxistauglich? Besonders spannend ist die Frage nach der Praxistauglichkeit bei dem zusehends breiter werdenden Segment der Wildkräuterkochbücher. Die fast 3500 Pflanzenarten der mitteleuropäischen Flora können schon kräftige Verwirrung stiften und dabei wurde noch nicht einmal mit dem Kochen begonnen. Ein schönes Beispiel für ein gut gelungenes Wildkräuterkochbuch ist das Weinviertler Wildkräuterkochbuch von Petra Regner-Haindl. Die Idee, die Pflanzenauswahl auf einer Wanderroute zu verankern, nimmt enorm viel Last von den Schultern besonders bei botanischen Laien und "Erstsemestrigen". Auch die Auswahl der Gerichte ist originell, aber ohne Großtuerei und besonders erfreulich, bei den Pflanzen sind auch die Namen dabei, wie sie von der (Weinviertler) Oma genannt wurden. Das Buch ist ein Muss für regionalbewusste Gebrauchspflanzen-Enthusiasten!

Verlag: Edition Winkler-Hermaden (21. November 2014)

ISBN-10: 3950373969

ISBN-13: 978-3950373967

Gebundene Ausgabe: 120 Seiten

Größe : 20,7 x 1,7 x 23,8 cm

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Kulinarische Zeitreise

Kochen wie damals! Erbsenbrei mit Wildgemüse, Holzapfelmus mit Sanddorn, Meerrettichsauce und geröstete Bucheckern. Das sind einige Rezepte in dem Buch: Kulinarische Zeitreise, einem Kochbuch mit Rezepten von der Steinzeit bis ins Mittelalter. Die Archäobotanikerin Sabine Karg mt ihren Kolleginnen Regula Steinhauser-Zimmermann und Irmgard Bauer haben mit diesem Werk eine einzigartige Rezeptsammlung zusammengetragen, die ein völlig neues Bild auf die Ernährungsgewohnheiten und Kochkünsten unserer frühen Ahnen wirft. Zwar sind die Rezepte erst ab den Römern verbürgt, da aus dieser Zeit schriftliche Belege existieren, spannend sind aber vor allem die steinzeitlichen und bronzezeitlichen Zubereitungen. Ganz im Geiste der experimentellen Archäologie haben die Autorinnen aus den Speiserestfunden, den aufgefundenen Küchengeräten und mit Hilfe ihres Wissens über die jeder Fundstelle zuordenbaren technologischen Fertigkeiten ein realistisches Bild der frühen europäischen Kochkunst entworfen und so aufbereitet, dass man gleich zum Nachkochen beginnen kann. Für manche der Zutaten ist freilich Artenkenntnis und ausreichend Sammelzeit notwendig. Das Buch ist außer in Deutsch und Englisch auch in Dänisch, der Muttersprache der Erstautorin, zu bekommen.

Bestellung direkt bei den Autorinnen auf der Seite: www.communicatingculture.dk